7. Fallkonstellation: Anleger wird von Mitgesellschafter in Anspruch genommen (Innenhaftung, Innenregress)

In den oben beschriebenen Konstellationen wird es immer drei gleiche Anlegergruppen geben. Die Anlegergruppe A. Das sind die Anleger, die die von Fondsseite geforderten Sanierungsbeträge (Ausschüttungsrückforderungen) voll geleistet haben. Die Anlegergruppe B werden als die Anlegergruppe bezeichnet, die nur teilweise oder in Raten die Beträge zurückbezahlt haben und schließlich die Gruppe C mit den Anlegern, die gar nichts zurückbezahlt haben. Der Insolvenzverwalter hat die Pflicht, alle Gläubiger gleich zu behandeln. Zu seinen Pflichten gehört nicht, die Gesellschafter gleich zu behandeln. Es stellt sich nun die Frage, wer für die Gleichbehandlung der Gesellschafter und damit für den Innenausgleich der Gesellschafter zuständig ist. Der Insolvenzverwalter ist dafür nicht zuständig. Ein Liquidator könnte diese Aufgabe übernehmen oder aber der einzelne Anleger. In der Praxis zeichnen sich oftmals unüberwindbare Schwierigkeiten ab, so dass der Innenausgleich regelmäßig nicht durchgeführt wird und die Ungerechtigkeiten zwischen den Gesellschaftern nicht beseitigt werden.

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