Ausbildung zum Schuldenberater

Leider gibt es bis heute keine staatliche organisierte Ausbildung zum Schuldenberater. Da dies in Zukunft auch nicht zu erwarten ist, starten wir mit der IFC zertifizierten Ausbildung zum Schuldenberater. Der Start der Ausbildung ist im Mai, bzw. Juni geplant. Die Teilnehmerzahl wird auf 10 Teilnehmer begrenzt.

Bewerbungen bitte schriftlich an johann.tillich@insolvenz-fach-center.de.

Johann Tillich

Insolvenz-Fach-Center e. V.

Lange Wartezeiten bei Schuldnerberatungsstellen – Nicht beim IFC!

Laut der Aussage der Sozialreferentin Frau Schiwy – Sozialreferat München – haben Schuldner bei den anerkannten karitativen Schuldnerberatungsstellen lange Wartezeiten und es sollen mehr als 10 neue Stellen geschaffen werden, um diese Wartezeiten zu verkürzen. Lt. der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes dauert die Bearbeitungszeit bei den geförderten Schuldnerberatungsstellen in 48 % der Fälle zwischen 11 und 24 Monaten.

Auffallend in Bayern ist die unterschiedliche Behandlung der zugelassenen Schuldnerberatungsstellen nach § 305 InsO. Die karitativen Schuldnerberatungsstellen werden bezahlt in Form von Fördergeldern. Die sonstigen zugelassenen Schuldnerberatungsstellen müssen Gebühren erheben. Dadurch gehen die Schuldner seltener zu diesen Stellen. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb nicht alle zugelassenen Schuldnerberatungsstellen gleichbehandelt werden. Entweder bekommen alle Fördergelder oder alle müssen die Gebühren von den Schuldnern verlangen. Dadurch wären die langen Wartezeiten zu vermeiden. Schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen müssten alle zugelassenen Schuldnerberatungsstellen gleichbehandelt werden.

Umfragen bei Verbrauchern haben zu folgendem Ergebnis geführt: Die Mehrzahl der Befragten sind der Meinung, dass für die überschuldeten Personen keine Steuermittel eingesetzt werden sollen, sondern dass ein Verbraucher, der die Insolvenz beantragen möchte, die Gebühren selbst aufbringen muss. Die Schulden hat er selbst verursacht und es ist nicht einzusehen, dass der Steuerzahler für die Kosten der Beantragung des Verbraucherinsolvenzverfahrens aufkommen muss. Auch fallen bei dieser Verfahrensweise die langen Wartezeiten und die zusätzlich zu schaffenden Stellen weg. Eine hohe Einsparung an Steuermitteln!

Ein Rechenbeispiel: Ein Insolvenzberater einer karitativen Stelle sollte es schaffen, wenigstens 3 Gespräche am Tag zu führen und den Fall zu bearbeiten. Geht man von einer niedrig angesetzten Förderung in Höhe von € 500 pro Fall und 20 Arbeitstagen im Monat aus, erhält diese Stelle im Monat Fördermittel in Höhe von € 30.000 !! Bei üblicherweise zwei Beratern in der Stelle sind es monatlich € 60.000 !! Eine gewerbliche, wirtschaftlich ausgerichtete Beratungsstelle würde bei solchen Einnahmen mindestens 10 Berater in Festanstellung haben und es gäbe in dieser Stelle keine Wartezeiten. Was also machen die karitativen Stellen – bei denen es meistens monatelangen Wartezeiten auf einen Termin gibt – mit den vielen Einnahmen, wofür wird das Geld verwendet?  Und das Schlimme: Alleine in München gibt es rund 10 geförderte Beratungsstellen. An diese fließen demnach Steuergelder in Höhe von rund € 600.000 monatlich. Liebe Frau Schiwy, räumen Sie auf oder geben Sie das Geld uns. Wir versprechen, dass dann kein Schuldner mehr eine lange Wartezeit hinnehmen muss.

Übrigens, Rechtsanwälte könnten ebenso die Insolvenzbearbeitung für die Schuldner vornehmen und mit einem Beratungshilfescheinen abrechnen. Jedoch werden durch die Amtsgerichte keine Beratungshilfescheine mehr ausgegeben, sondern die Schuldner werden zu den karitativen Stellen geschickt, was natürlich wiederum die langen Wartezeiten auslöst… Dies ist alles nicht nachvollziehbar, da in allen Fällen der Steuerzahler für die Kosten aufkommen muss.

Ebenfalls ist festzustellen, dass es keine staatliche Ausbildung zum Schuldnerberater gibt. Alle sonstigen Berufe, wie z. B. Versicherungsberater, Finanzierungsberater, in Kürze auch Immobilienmakler, müssen einen IHK Abschluss haben. Nur für den Schuldnerberater gibt es keine IHK Ausbildung. Nur die IHK Saarland hatte eine Ausbildung durchgeführt, diese aber auf Druck der karitativen Stellen wieder eingestellt.

Fragen:

  1. Weshalb werden nicht alle zugelassenen Schuldnerberatungsstellen nach § 305 InsO finanziell unterschiedlich behandelt?
  2. Erhalten auch gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen die Zuschüsse in Form von Fallpauschalen?
  3. Weshalb werden die Schuldner nicht dazu angehalten, festgesetzte Kosten selbst zu übernehmen und die Übernahme der Kosten durch den Steuerzahler eingestellt?
  4. Ist geplant, die Schuldner- und Insolvenzberatung zusammen zu ziehen?
  5. Weshalb werden die Gerichte nicht aufgefordert, Beratungshilfescheine herauszugeben, damit auch Rechtsanwälte als geeignete Personen nach § 305 InsO abrechnen können?
  6. Weshalb hat es den Anschein, dass hier nur die karitativen Schuldnerberatungsstellen finanziell gefördert werden?
  7. Weshalb wird die Kostenfreiheit bei der Schuldnerberatung nicht eingestellt und die Schuldner müssen die geringen Kosten selbst aufbringen?
  8. Weshalb gibt es keine staatliche Ausbildung zum Schuldnerberater?
  9. Ist eine Ausbildung über die IHK geplant?
  10. Wenn nein, warum nicht?

Nach unseren Informationen stellt der derzeitige Zustand in allen 3 unten angesprochenen Belangen einen jeweils sehr gravieren Eingriff in Art. 12 des Grundgesetzes (Berufsausübungsfreiheit) dar und hier muss dringend was getan werden.

  • Mit einem derart langfristigen Eintrag bei der Schufa ist es den Schuldnern praktisch nicht möglich, sich selbständig zu machen und am Wirtschaftsleben teilzunehmen.
  • Ungleichbehandlung der staatlichen Stellen und der sonst zugelassenen Stellen führt zu grober Grundgesetzverletzung des Gleichheitsgrundsatzes Art. 3 GG und unerträglicher und schwerer Eingriff in Berufsausübungsfreiheit Art 12 GG
  • Nichterteilung von Beratungshilfescheinen führt ebenfalls zu einer groben Ungleichbehandlung und Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit der darauf spezialisierten Rechtsanwälte, vor allem die Fachanwälte für Sozialrecht, Familienrecht und Insolvenzrecht werden hier unterlaufen, Art. 12, 3 GG

Fragen:

  • Was ist geplant, um diese Verstöße abzustellen?
  • Weshalb wird in den o. g. Fällen gegen das GG verstoßen?
  • Müssen erst Klagen bis zum Bundesverfassungsgericht bzw. den EUGH in diesen Fällen geführt werden?

Diese Fragen haben wir an sehr viele Politiker gestellt. die Antworten werden wir veröffentlichen und die Interviews bei unserem Kooperationspartner VFE-TV.media ausstrahlen.

Interview mit Harald Güller, Landtagsabgeordneter, SPD

MS „Santa-R Schiffe“ mbH & C. KG ist insolvent

Die Beteiligungsgesellschaft MS „Santa-R Schiffe“ mbH & C. KG, die wiederum in sieben Einschiffgesellschaften investierte, befindet sich seit dem 07.05.2014 in der Insolvenz. Insolvent sind auch die Schiffsgesellschaften MS „Santa Rafaela“, MS „Santa Rebecca“, MS „Santa Ricarda“, MS „Santa Roberta“, MS „Santa Romana“, MS „Santa Rosanna“ und MS „Santa Rufina.

Zur Insolvenz der MPC Santa R erhalten wir sehr viele Rückfragen.

Nach Rücksprache mit unserem Anwalt, der die BGH-Entscheidung zu MPC Santa G, das BGH-Urteil zu Sanierungskapital erstritten hat, können wir Sie weiter informieren:

Der BGH hat kürzlich entschieden, dass Anleger bei MPC Santa G-Schiffen (ebenso bei Santa F-Schiffen) keine Ausschüttungen an die Fondsgesellschaft zurückzahlen müssen.
Der BGH hat kürzlich die Frage der Anrechnung von Sanierungszahlungen zu Gunsten der Anleger entschieden (Thematik relevant bei MPC Santa R)
Unser Anwalt führt Gerichtsverfahren gegen TVP und MPC wegen Schadensersatz zur Fehlerhaftigkeit des Sanierungskonzeptes bei MPC Santa-Schiffen. Der Spiegel hatte schon zu der Thematik berichtet.
Der BGH wird in wenigen Wochen (im Februar) eine Insolvenzverwalterklage von Diepenbroick verhandeln.

Wir nennen das gute Nachrichten für Anleger. Das ist die Leistungsbilanz des mit uns kooperierenden Anwalts.

Die Zeitschrift capital berichtet aktuell über Trittbrettfahrer, die Anleger mit Falschinformationen in teure Klageverfahren stürzen. Wir möchten betonen: wir sind GEMEINNÜTZIG und unsere Anwälte haben nachweislich die Rechtsprechung zu Gunsten der Anleger in der Ausschüttungs- und Sanierungsthematik mitgeprägt.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Tillich

Insolvenz-Fach-Center e. V. – ab 01.01.2018 in Dachau

Der Landkreis Dachau hat rund 150.000 Einwohner (Stand Ende 2015). Abzüglich der Minderjährigen sind also lt. Statistik rund 9.000 Personen (über 18) überschuldet. Dafür reicht eine Stelle (Caritas) nicht aus, denn dann müsste diese Stelle je Arbeitstag über 40 Personen beraten….. Unmöglich! Daher natürlich die monatelangen Wartezeiten dort auf einen Termin.

Jetzt können ab sofort Termine beim Insolvenz-Fach-Center e. V. – geeignete Stelle nach § 305 InsO -vereinbart werden.

Neues Büro in Dachau ab 01.01.2018!

Deshalb hat sich die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle IFC e.V. dazu entschlossen, wieder ein Büro in Dachau zu eröffnen um den Bürgern schnelle, unbürokratische Hilfe anzubieten. Dieses Büro ist in der Heisenbergstr. 4, 85221 Dachau. Beim IFC gibt es keine Wartezeiten. Jedoch muss eine telefonische Terminverinbarung unter 0172-2987651 erfolgen.

Ausserdem bearbeitet und betreut der IFC e.V. – staatlich anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle mit Zertifikat der IHK – auch insbesondere Selbständige (oder ehemalige Selbständige ab 20 Gläubigern), welche von der Caritas nicht bearbeitet werden können.

Um ein Insolvenzverfahren zu vermeiden, bieten wir als sogenannte staatlich anerkannte Schuldnerberatungsstelle selbstverständlich auch die „klassische“ Schuldnerberatung an und erarbeiten außergerichtliche Schuldenbereinigungspläne und Vergleiche mit den Gläubigern.

Unsere Tätigkeit und Betreuung reicht dabei vom kostenlosen Erstberatungsgespräch bis hin zur endgültigen Restschuldbefreiung. Denn bei einem Insolvenzverfahren vertreten wir Sie auf Wunsch auch im gerichtlichen Verfahren über den gesamten Zeitraum von 3, 5 oder 6 Jahren.

Unser vordringlichstes Ziel ist stets und ausschließlich, dass Sie endlich wieder sorgen-/ und schuldenfrei leben können. Gerade das Verständnis für Ihre Sorgen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zeichnen uns aus. Vor Ihrem ersten Besuch brauchen Sie daher keine Angst zu haben, es erwartet Sie ein freundliches und kompetentes Team mit langjähriger Erfahrung. Wie auch immer Ihre Schulden entstanden sind, Vorwürfe oder Belehrungen sind für uns tabu.

Bei der Schuldner- und Insolvenzberatung steht heutzutage nicht mehr der sozialpädagogische, sondern vielmehr der fachlich qualifizierte Bereich im Fokus. Da es keine Ausbildung zum Schuldner- oder Insolvenzberater gibt, muss sich der Verbraucher an objektiven Qualitätsmerkmalen orientieren können.

Auch bietet der IFC e.V. eine Betreuung und Vertretung im gerichtlichen Insolvenzverfahren bis zur endgültigen Restschuldbefreiung an. Dies wird von den weisten zugelassenen Stellen nicht angeboten.

P-Kontenbescheinigungen werden durch uns nach Terminabsprache ebenfalls ausgestellt.

 

Insolvenz-Fach-Center e. V.

Außenstelle Dachau

Heisenbergstr. 4

85221 Dachau

Telefon: 0172-2987651

Prospekthaftung wegen Rückzahlungsrisiko?

Anleger können einen Anspruch auf Rückabwicklung ihrer Fondsbeteiligung haben unter dem Gesichtspunkt des Schadensersatzes. Der Schadensersatz gründet in der vorvertraglichen fehlerhaften Aufklärung, z. B. durch Verwendung eines fehlerhaften und unvollständigen Prospektes. In Betracht kommen unvollständige oder risikoverharmlosende Darstellungen des sog. Innen- oder Außenhaftungsrisikos. Das Innenhaftungsrisiko meint dabei, dass Risiko, Ausschüttungen an die Fondsgesellschaft zurückzahlen zu müssen; das Außenhaftungsrisiko meint das Risiko, gegenüber Gläubigern einstandspflichtig zu sein.

Schadensersatzansprüche unterliegen einer Verjährung. Diese beträgt kenntnisabhängig drei Jahre, gerechnet ab dem 31.12. des Jahres der Kenntnisnahme oder der grob fahrlässigen Unkenntnis von Schaden und Schädiger. Der Anspruch verjährt in einer Höchstfrist von 10 Jahren, gerechnet Tag genau zum Datum der Zeichnung.

In der Regel trifft das Rückzahlungsverlangen Anleger, die an Fonds beteiligt sind, die älter als 10 Jahre sind. Das bedeutet, dass Anleger, die aufgefordert werden, Ausschüttungen an Insolvenzverwalter zurückzuzahlen ihre volle Einlage zzgl. Agio verloren haben und nunmehr durch die Forderungsabwehr nur noch Schadenbegrenzung betreiben können.

 

Zu den oben genannten Fallkonstellationen können wir Ihnen positive Nachrichten mitteilen. Die Aussage ist: es ist kein Selbstläufer für die Gegenseite bei den Anlegern die Zahlungen einzufordern. Im Gegenteil: Anleger können sich erfolgreich wehren.

 

Wichtig ist: Wenn Sie von sog. Interessengemeinschaften geworben werden: erkundigen Sie sich nach Erfolgen von deren Anwälten. Lassen Sie sich Urteile zeigen, auf denen der Name des Anwalts zu ersehen ist. Wir meinen: die Mitbewerber haben keine erst- und zweitinstanzlich obsiegenden Urteile gegen Insolvenzverwalter. Die Mitbewerber werben mit den von uns erstrittenen Urteilen.

11. Fallkonstellation Anleger haben Ausschüttungen vor der Insolvenz an Gläubiger des Fonds zurückbezahlt

Diese Konstellation betrifft die Fälle, in denen Anleger Ausschüttungen vor der Insolvenz an Gläubiger des Fonds, das sind in der Regel die Banken, zurückbezahlt haben. Diese Rückzahlung bedeutet für den Anleger zunächst, dass er in Höhe der Rückzahlung von keinen weiteren Gläubigern des Fonds auf Rückzahlung in Anspruch genommen werden kann. Die Rückzahlung wird in nominaler Höhe anerkannt. Sie bedeutet gleichzeitig, dass der Anleger im Wege der Aufrechnung mit seiner Einlagepflicht (die ursprünglich noch besteht oder wieder entstanden ist) in nominaler Höhe frei wird. Alternativ zur Aufrechnung mit einer evtl. bestehenden (Wieder-)Einlagepflicht könnte der Anleger seine Mitgesellschafter auf anteilige Zahlung in Regress nehmen.