Qualifizierte Schuldner- und Insolvenzberatung durch IHK-Zertifikat

Veröffentlicht am 13.01.2017

Eine moderne Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle zeichnet sich durch die Unterscheidbarkeit zu karitativen oder anderen gewerblichen Angeboten aus. Neben Seriosität und Erfahrung muss insbesondere auf die entsprechende Qualifikation geachtet werden.

Unsere Schuldner- und Insolvenzberater

 

Thomas Tillich, Schuldner- und Insolvenzberatung München

Nadine Scholl, Schuldner- und Insolvenzberatung Neuwied

Harald Simon, Schuldner- und Insolvenzberatung Dortmund

 

haben gerade deshalb einen mehrmonatigen Lehrgang mit Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) erfolgreich absolviert und verfügen über das in Deutschland äußerst selten vergebene Zertifikat „Schuldenberatung IHK“.

Da der Begriff „Schuldnerberater“ – leider – nicht gesetzlich geschützt ist und es auch keine Berufsausbildung gibt, müssen sich Hilfesuchende auf objektive Qualitätsmerkmale (wie ein Zertifikat der IHK) verlassen können. Denn eine inkompetente Beratung kann schlimme Folgen für die Betroffenen haben – es geht schließlich um eine existenzielle Notlage.

Aus diesem Grund sind die Anforderungen an unsere Kooperationsparnter sehr hoch: Neben einer kaufmännischen Ausbildung und sozialer Beratungskompetenz sind fundierte Kenntnisse in allen relevanten Bereichen der Schuldenberatung zwingend notwendig. Hierzu gehören neben den typischen Gläubigerverhandlungen auch die existenzsichernde Krisenintervention, individuelle Sanierungsmöglichkeiten, praxisbezogene Rechtsgrundlagen zum Schuldnerschutz bei Pfändung und Vollstreckungsmaßnahmen, sowie ein hohes Qualitätsmanagement in der Beratung und Betreuung.

Da es gerade bei gewerblichen Anbietern – insbesondere bei so genannten Schuldenregulierern – etliche schwarze Schafe gibt, sollte sich jeder Ratsuchende eine persönliche Qualifikation des von ihm aufgesuchten Schuldnerberaters zeigen lassen. Dies gilt im Übrigen auch bei karitativen Stellen.

Regelinsolvenz – DER Neustart für Selbständige mit Schulden, auch beim Finanzamt!

Veröffentlicht am 24.10.2016

Viele Selbstständige haben das gleiche Problem: Endlich läuft das Geschäft, die Einnahmen sind kostendeckend und auch ein anständiger Unternehmerlohn wäre drin.

Eigentlich – wären da nicht die hohen (Alt)-Schulden aus der Anfangszeit – oder die erdrückenden Steuerforderungen vom Finanzamt. Ob Umsatz-, Gewerbe- oder Einkommensteuer, der Fiskus kassiert kräftig ab, häufig auch mit viel zu hohen Schätzungen.

Aus Angst vor dem drohendenden Vollstreckungsbeamten und einer Gewerbeuntersagung werden oft viel zu hohe Ratenzahlungen vereinbart – neue Schulden und Löcher entstehen.

Doch es gibt einen Ausweg aus diesem „Teufelskreis“: Für Selbständige, deren Betrieb tragfähig ist – die also die laufenden Kosten aus ihren Einnahmen „stemmen“ können – ist eine Regelinsolvenz mit Fortführung des laufenden Betriebes oft die beste Lösung. ALLE Schulden – auch die vom Finanzamt – sind „auf einen Schlag“ weg.

Insolvenzberatung München

Die hart verdienten Einnahmen bleiben im eigenen Geldbeutel und versickern nicht in Säumniszuschlägen des Fiskus. Der Druck und die Sorgen um das Geschäft sind weg, es können wieder Investitionen getätigt werden, vielleicht ist sogar der lang ersehnte Urlaub nicht mehr in unerreichbarer Ferne.

Sofort mit Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens haben alle Gläubiger Vollstreckungsverbot und alle laufenden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen müssen eingestellt werden. Die Schulden werden bis auf wenige Ausnahmen auf 0 (Null) gesetzt. Und das Beste: Sie können Ihr eigener Chef bleiben!

Dies alles gilt natürlich auch für das Finanzamt. Entgegen der landläufigen Meinung hat das Finanzamt keine Sonderstellung und ist ein Gläubiger wie jeder andere auch, wie ein Mobilfunkanbieter, ein Versandhaus oder eine Bank / Sparkasse. Nur und ausschließlich wenn Sie wegen einer Steuerstraftat nach den §§ 370, 373 oder 374 AO rechtskräftig verurteilt wurden, sind Verbindlichkeiten aus einem Steuerschuldverhältnis von der Restschuldbefreiung ausgenommen.

Welcher Betrag muss monatlich während des Insolvenzverfahrens abgegeben werden?

Dazu Thomas Tillich (Schuldenberatung IHK): „Ein Malermeister, verheiratet, 2 Kinder muss ca. € 100,– monatlich an den Insolvenzverwalter abführen. Dies gilt wohlgemerkt auch bei einem Reingewinn nach Steuern von beispielsweise € 4.000,– im Monat.“

Deshalb der Tipp an alle Selbständigen mit (hohen) Schulden: Lassen Sie sich beraten und überraschen, wie einfach und kostengünstig es oft ist, wieder „durchschnaufen und (neu) durchstarten“  zu können.

Steuererstattung im Insolvenzverfahren

Veröffentlicht am 07.10.2016

Im eröffneten Insolvenzverfahren gehören Einkommensteuererstattungen an den Schuldner grundsätzlich zur Masse und stehen dem Insolvenzverwalter zu. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob die Erstattungen auf Zeiträume vor Insolvenzeröffnung entfallen, oder danach.

Das (gerichtliche) Insolvenzverfahren endet in der Regel nach ca. 1 Jahr. Es beginnt dann die Restschuldbefreiungsphase (die sogenannte Wohlverhaltensphase) und die Erstattungsansprüche stehen ab dann wieder dem Schuldner zu.

Im Klartext bedeutet dies also, dass die Steuererstattungen im Jahr der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und im Folgejahr – also insgesamt 2x – an den Insolvenzverwalter fließen.

Achtung: Das Finanzamt darf Steuerschulden im Insolvenzverfahren aufrechnen! Auch bzw. gerade dann, wenn diese Forderungen aus der Zeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens stammen. Sind Sie also mit Steuerschulden ins Insolvenzverfahren gegangen, erhalten Sie vom Finanzamt im laufenden Verfahren keine Erstattung, zumindest so lange, bis die im Insolvenzverfahren angemeldeten Steuerschulden beglichen sind.

Wer muss eigentlich die Steuererklärung machen?

Der Schuldner verliert durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens seine steuerliche Handlungsfähigkeit. Entsprechend kann nur der Insolvenzverwalter für ihn eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben.

Der Insolvenzverwalter hat entsprechend der Abgabenordnung die steuerlichen Pflichten des Schuldners zu erfüllen, soweit seine Verwaltung reicht. Die Verwaltungsbefugnis des Verwalters erstreckt sich auf das zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen. Folglich muss der Verwalter den dem Schuldner obliegenden steuerlichen Pflichten nachkommen und für ihn die Einkommensteuererklärung erstellen und einreichen (BGH, Beschluss vom 18. 12. 2008 – IX ZB 197/ 07).

Auf Verlangen des Insolvenzverwalters ist der Schuldner lediglich zur Vorlage der zur Erstellung der Steuererklärung notwendigen Unterlagen verpflichtet.

Wirkt der Schuldner jedoch nicht mit und übergibt er keine Unterlagen, droht ihm die Versagung der Restschuldbefreiung wegen der Verletzung von Mitwirkungspflichten.